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Fakten zum Projekt „WIR! – Das Handwerk als Innovationsmotor in der Elberegion Meißen“

Um das Handwerk zum Innovationsmotor in unserer Region zu machen, müssen viele kleine und große Schritte gegangen werden. Verschiedenste Akteure setzen sich mit ihrem Wissen und Können sowie mit Elan und Engagement dafür ein. Mit der „Innovationsakademie des Handwerks Elberegion Meißen“ schaffen wir ein starkes Netzwerk zwischen Handwerkern, Wissenschaftlern, Kreativen und weiteren Interessierten.

Zweck der Innovationsakademie des Handwerks ist die Entwicklung innovativer Prozesse und Technologien für die Gewinnung, Entwicklung und den nachhaltigen Einsatz von Fachkräften im Handwerk. Die Arbeit ist organisiert in drei Fokusbereichen:

Unser Ziel ist der Aufbau der „Innovationsakademie des Handwerks Elberegion Meißen“ und damit die Überführung der Projektarbeit in eine dauerhafte Struktur. Mit der Akademie soll ein starkes Netzwerk für Innovation in und mit dem Handwerk in unserer Region entstehen. Gemeinsam wollen wir Grenzen von Branchen und Disziplinen überwinden und mit Hilfe von Partnern und Unterstützern das Handwerk und die Region voranbringen.

Saulengrafik Fokusbereiche
  • Sommer 2017: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) lobt das Programm „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ aus. Ziel ist, strukturschwache Regionen zunächst in Ostdeutschland zu fördern.
  • Oktober 2017: Insgesamt 105 Ideenskizzen werden eingereicht. Eine stammt von uns: Wir wollen das Handwerk zum Innovationsmotor für die Elberegion Meißen machen.
  • Januar 2018: Das BMBF wählt 32 Ideenskizzen aus, die in die Konzeptionsphase übergehen. Unser Projekt „InnoHandwerk“ ist darunter. Es ist das einzige Bündnis mit einem Bezug zum Handwerk.
  • Oktober 2018: Nach einer Innovationskonferenz, mehreren Innovationsclubs und einer Innovationswerkstatt reichen wir unser finales Konzept für „WIR! – Das Handwerk als Innovationsmotor in der Elberegion Meißen“ ein.
  • März 2019: In Berlin fällt die Entscheidung, dass unser Projekt als eines von 20 umgesetzt werden darf.
  • April 2019: Die Bündnispartner beginnen mit der aktiven Umsetzung des Projekts. Dieses wird in Form von einzelnen Teilprojekten realisiert. Die Bündnispartner sind: Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Riesa, CONOSCOPE GmbH aus Leipzig, Kreishandwerkerschaft Region Meißen, Qualifizierungszentrum Region Riesa GmbH, Universität Leipzig.
  • Juli 2019: Das Teilprojekt „Strategie“ startet.
  • Oktober 2019: Im Teilprojekt „Innovationsmangement“ wird mit der Arbeit begonnen.
  • Januar 2020: Mit „InnoBildung“ geht das erste inhaltliche Teilprojekt an den Start. Dieses widmet sich den Themen Nachwuchsentwicklung, Berufsqualifizierung und Existenzgründung im Handwerk.
  • Januar 2021: Im „ProzessHandwerk“ werden die Arbeitsläufe in zwei Bäckereien untersucht.
  • Februar 2021: Der „Kreativdialog“ überführt erste Kontakte zwischen Handwerk und Kreativwirtschaft in eine geordnete Projektstruktur.
  • Oktober 2021: Der erste „Kreativclub – Auf den Punkt gebracht!“ findet in Meißen statt
  • November 2021: Der zweite „Kreativclub – Anpacken und Mitmachen!“ gibt den Startschuss für Kreativwettbewerb „Besser machen! – IdeenJam für das Handwerk von morgen“
  • Januar 2022: Vorstellung der Zwischenbegutachtung gegenüber dem Projektträger und dem BMBF
  • Februar 2022: Beantragung des Projektes „Robotik im Denkmal“
  • Februar 2022: Die erste Online-Marketing Challenge der „InnoBildung“ findet ihren Abschluss
  • März 2022: Zusage der Projektfortschreibung bis 2025 durch den Projektträger und das BMBF
  • April 2022: Im „IdeenCamp“ zum „BESSER MACHEN! IdeenJam“ kommen Kreativschaffende und Handwerker zusammen. In diesem Workshop arbeiten beide gemeinsam an den Ideen für das Handwerk der Region.
  • Mai 2022: Der „BESSER MACHEN! IdeenJam“ findet seinen Höhepunkt und Abschluss in der Prämierungsveranstaltung „ZEHN MAL ZUKUNFT“

Unsere Vision ist, dass sich das Handwerk zum zentralen Motor von Innovationen in unserer ländlichen Region entwickelt. Um dies zu erreichen wurden folgende Projektziele definiert:

  • Aufbau eines regionalen Innovationssystems des Handwerks als zentraler Beitrag für eine nachhaltige Regionalentwicklung
  • Entwicklung und Implementierung neuer Konzepte zur Nachwuchsgewinnung, Berufsqualifizierung und Existenzgründung
  • Etablierung von Innovationskooperationen zwischen Handwerk und Kreativwirtschaft zur Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle
  • Entwicklung und Etablierung von Innovationsnetzwerken zwischen Handwerksunternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und weiteren Akteuren

Das Projektboard ist die Steuerungsgruppe. In monatlichen Treffen wird der Sachstand der einzelnen Teilprojekte besprochen. Mitglieder sind:

Jens-Torsten Jacob
Jens-Torsten Jacob

Bündnissprecher
Kreishandwerkerschaft Region Meißen
Telefon: 03525 733963
E-Mail: jens-torsten.jacob@inno-handwerk.de

Prof. Dr. Utz Dornberger
Prof. Dr. Utz Dornberger

Stellvertretender Bündnissprecher
Universität Leipzig
Telefon: 0341 9739762
E-Mail: utz.dornberger@inno-handwerk.de

Thomas Lehr
Thomas Lehr

Leitung Fokus Netzwerk
CONOSCOPE GmbH
Telefon: 0341 47827100
E-Mail: thomas.lehr@inno-handwerk.de

Prof. Dr. Ute Schröter-Bobsin
Prof. Dr. Ute Schröter-Bobsin

Leitung Fokus Kreativ
Berufsakademie Sachsen – Staatliche Studienakademie Riesa
Telefon: 03525 707-511
E-Mail: ute.schroeter-bobsin@inno-handwerk.de

Sybille Stenzel
Sybille Stenzel

Leitung Fokus Bildung
Qualifizierungszentrum Region Riesa GmbH
Telefon: 03525 749310
E-Mail: sybille.stenzel@inno-handwerk.de

Der Projektbeirat übt eine beratende Funktion aus. Er begleitet das Bündnis bei der Entwicklung und Umsetzung der Strategie unter Berücksichtigung der Kriterien des Förderprogramms des BMBF. Das Gremium begutachtet und bewertet Vorschläge für neue Teilprojekte und empfiehlt diese dem BMBF zur Förderung. Dabei hat der Beirat sowohl die Belange des Handwerks als auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Relevanz für die Region im Blick. Die Treffen finden zweimal im Jahr statt. Mitglied im Projektbeirat sind:

  • Roland Ermer, Präsident des Sächsischen Handwerkstages (Vorsitzender)
  • Franziska Schork, Doktorandin an der Technischen Universität Chemnitz (stellvertretende Vorsitzende)
  • Marco Branig, Geschäftsführer der Saxn-Media GmbH
  • Thomas Geisler, Direktor des Kunstgewerbemuseums Dresden
  • Ralf Hänsel, Landrat des Landkreises Meißen
  • Mario Kahl, Präsident der Landesarbeitsgemeinschaft der Kreishandwerkerschaften Mitteldeutschland
  • Dr. Elke Mathiebe, Professorin an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden

Um das Projekt in der Region und besonders bei den Handwerksbetrieben bekannter zu machen, finden regelmäßig verschiedene Veranstaltungen statt.

So werden unter anderem Innovationsclubs zu unterschiedlichen Themen (etwa zur Digitalisierung im Handwerk) durchgeführt. Ziel ist es, in der Diskussion über konkrete Herausforderungen im Handwerk geeignete Ideen für neue Teilprojekte zu identifizieren und neue Netzwerke zu bilden.

Zudem wird in der Regel einmal pro Jahr eine Innovationskonferenz ausgerichtet. Vertreter des Handwerks tauschen sich mit Gästen aus Bildung, Kultur, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft über den aktuellen Projektstand aus und suchen offensiv nach neuen Impulsen für die weitere Arbeit.

Im Oktober 2017 bestand das regionale Innovationssystem im Wesentlichen aus den antragstellenden Akteuren. Aktuell umfasst sich das regionale Innovationssystem mit seinen 72 Bündnispartnern Akteure aus den Bereichen Handwerk, Bildung & Forschung, Innovationsdienstleister und Politik vor allem aus den Landkreis Meißen und den angrenzenden Landkreisen Nordsachsen, Mittelsachsen, Elbe-Elster sowie den Städten Leipzig, Dresden und Chemnitz. Die Innovationsakademie des Handwerks wird im März 2022 als eingetragener Verein gegründet.